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Donnerstag, 20. Juli 2017

Sasquatch - Maneuvers Europe 2017
19.07.2017. Osnabrück, JZ Westwerk

El Camino

Setlist El Camino:
Poisoned Blood
Spiral
Jane's
Incandescence
Rider
Commander
Limbus
Stolen Horses

Sasquatch

Setlist Sasquatch:
1. Rational Woman
2. More Than You'll Ever Be
3. Cracks In The Pavement
4. The Message
5. Drown All The Evidence
6. Chemical Lady
7. The Judge
8. Bringing Me Down
9. Destroyer
10. What Have You Done
Zugabe: Window Pain (?)

Das kann man wohl als einzigartig bezeichnen, wenn so eine namhafte Stoner-Rock-Band wie Sasquatch einen Tourstop in Osnabrück einlegt. Die Band aus dem sonnigen Kalifornien hat sich in den vergangenen Jahren etwas rar gemacht und allenfalls in den größeren deutschen Städten einen Halt eingeschoben. Am vergangenen Mittwoch stellten sie ihr im Juni veröffentlichtes neues Album „Maneuvers“ im Osnabrücker Westwerk vor.

El Camino aus Löningen eröffnete den Abend. Obwohl die Band schon seit über 10 Jahren in Sachen Heavy und Stoner Rock aktiv ist, konnten sie ihre Livepräsenz in den vergangenen Monaten enorm verbessern (Man denke an den sehr guten Auftritt im Ostbunker im vergangenen Jahr). Mit diesem Auftritt legten sie wieder eine Schüppe drauf. Nicht nur, dass El Camino äußert abwechslungsreich zur Sache gingen, auch einzelne Lieder, wie das mit ruhigen Passagen versehene „Commander“ oder das Abschlusslied „Stolen Horses“ mit einem schönen Gitarrensolo blieb nachhaltig in Erinnerung. Ganz daneben lag ich mit meiner positiven Einschätzung nicht, denn aus dem Publikum war ein Zwischenruf „Ihr seid gut!“ zu vernehmen. Kein Wunder also, dass El Camino mit sehr viel Applaus verabschiedet wurden.

Mit dem ersten Lied des neuen Albums „Rational Women“ starteten Sasquatch ihren Auftritt. Live verzichteten sie dabei völlig auf die Keyboardspuren, klangen aber trotzdem oder gerade deswegen enorm kraftvoll. Der überwiegende Teil des Sets bestand aus neuen Liedern. Schlagzeuger Craig Riggs, der erst mit den Aufnahmen zu diesem Album zur Band gestoßen war, knüppelte ordentlich die Felle, und der Snare-Drum wurde so einiges abverlangt. Die US-Amerikaner ließen keinen Zweifel daran, wie Stoner Rock klingen muss, nämlich laut, dreckig und intensiv. Sänger Keith Gibbs sorgte zudem mit seinem abwechslungsreichen Gitarrenspiel für den nach vorne treibenden Sound. In der Halle war es mörderisch heiß, aber das Publikum ließ es sich nicht nehmen, im gleichen Rhythmus die Haare zu schütteln. Ziemlich erschöpft und durchgeschwitzt, aber glücklich, waren die Konzertbesucher nach diesem Auftritt wie aus einem Guss.

Wer Stoner Rock liebt, sollte diese hervorragende Band Sasquatch einmal live erlebt haben.

Fotos und Bericht von mir gibt es auch hier:
http://heavystageforce.rocks/sasquatch-maneuvers-europe-2017

Dienstag, 25. Oktober 2016

Lizardmen + El Camino +
The Coffin Riders
22.10.2016, Osnabrück, Ostbunker

The Coffin Riders

Setlist The Coffin Riders:
Go Down
Burn Witches
Go For A Ride
Through The Fire
Pull Out The Guns
The Mission
Hunter

El Camino

Setlist El Camino:
Incandescence
Spiral
Thumb
P-Blood
Vagrant
Jane`s
Rider
Stolen Horses
Limbus
Damage

Lizardmen

Setlist Lizardmen:
Dust
Turn The Screw
Neues Lied
Prey To The Lord
Satisfied
Neues Lied
Steady Rolling Man

Das Jugendzentrum Ostbunker konnte am Samstag wieder mit einem feinen Billing aufwarten. Stoner, Doom, 70er Jahre Rock und Heavy Rock standen auf dem Programm. Neben der ortsansässigen Band Lizardmen betraten noch The Coffin Riders aus dem Raum Oldenburg und El Camino aus Löningen die Bühnenbretter. Alle hatten tags zuvor bereits einen gemeinsamen Gig in Oldenburg absolviert. Somit waren die Bands für den Osnabrücker Auftritt schon gut warm gespielt.

Da bereits eine Orgel auf der Bühne platziert war, eröffneten also The Coffin Riders den Abend. Mit ihrem angenehm melodischen 70er Jahre Rock mit Doom-Einflüssen und einem fähigen Sänger hatten sie sofort meine Aufmerksamkeit erlangt. Auch das von der Band als Ballade angekündigte Lied „Through The Fire“ überzeugte durch ein sehr schönes Gitarren-/Orgel-Intro. Mit „Go For A Ride“ und „The Mission“ wurden auch zwei ganz neue Stücke präsentiert. Der auf Facebook angekündigte ungewöhnliche Cover Song ist allerdings nicht mehr zum Einsatz gekommen, ebenso wenig die Zugabe „Coffin Rider“. Dafür bekam ich aber ein T-Shirt der Band geschenkt. Beim nächsten Mal bestehe ich aber darauf, dass alle Lieder gespielt werden!

Eine ganze Spur schneller und rockiger waren dann El Camino unterwegs. Mit wuchtigem Schlagzeug und der kräftigen Stimme des Sängers sorgten sie für Bewegung im Publikum. Mit „Jane’s“ hatten sie aber auch einen richtigen Genießersong dabei. Das abschließende „Limbus“ war auch nochmal ein richtig guter Song. Mit meiner Aussage: „Da steht noch einer; da geht geht noch einer“ und dem lauten Gebrüll des Publikums wurde verhindert, dass sich die Band ohne Zugabe verabschieden konnte. Und so wurde noch das Lied „Damage“ rausgehauen.

Nachdem wir nun zwei wirklich gute Bands gesehen hatten, kamen Lizardmen als Sahnehäubchen noch oben drauf. Sie hatten gleich zwei neue Lieder am Start. Außerdem wurde das Lied „Satisfied“ noch etwas umarrangiert und mit einem sehr überzeugenden längeren Schlagzeugsolo von Tore, der noch in dieser Woche (26.10.2016) sein Examenskonzert im Bastard Club absolviert, verschönert. Einfach sind die Songstrukturen der Band nicht, aber ihr Stoner Rock ist fesselnd. Die Zeit verging wie im Flug, und plötzlich war es dann schon fast 1 Uhr, als das Set mit der Zugabe endete.

Ein toller Abend mit drei Rockbands, von denen man in Zukunft mit Sicherheit noch einiges erwarten kann. Trotz der guten Bands war der Konzertabend leider sehr schlecht besucht. Schade!

Bericht und Fotos von mir gibt es auch hier:
http://heavystageforce.rocks/lizardmen-el-camino-the-coffin-riders

Sonntag, 7. Dezember 2014

Rock in der Region Finale 2014
05.12.2014, Osnabrück, Haus der Jugend

Toni Trash
 
 
 
 
Fenster auf Kipp
 
 
 
Bulletride
 
 
 
 
 
Keiler
El Camino
 
 
 
Anthemdown
 
 

Das Rock in der Region-Finale sorgt jedes Jahr für Überraschungen. In diesem Jahr gab es keine Band, die sehr herausstach. So kam es zwischen Publikum und Jury zu sehr konträren Ergebnissen, die aber nachvollziehbar waren. Der freudige Nutznießer aus dieser Situation war die Band Fenster auf Kipp, die in der Zusammenrechnung dann die meiste Punktzahl hatte, weil sie die meisten Anhänger mobilisiert hatten. Im Grunde gibt es ja auch keine Verlierer bei dieser Veranstaltung. Die Zukunft wird zeigen, wer von diesen Bands dauerhaft überzeugen kann. Ich habe schon genügend solcher Veranstaltungen miterlebt, um sagen zu können, dass oftmals die Bands, die die meisten Voter hatten, bei den späteren Shows ihr Fanpublikum nicht mehr motivieren konnten, und dann nützt der beste Preis nichts, wenn man danach praktisch ohne Publikum spielen muss. Also eigentlich beginnt der wirkliche Wettkampf erst jetzt. Nach dem Finale ist vor dem Finale! Wir sehen uns im nächsten Jahr!
Ach ja, auf die Basement Apes hätte ich mich auch gefreut in der Auszählungspause, aber die sind dem Lärmschutz zum Opfer gefallen.

Endergebnisse:
Publikum:
  1. Fenster auf Kipp 26,09%
  2. Toni Trash 17,63%
  3. Anthemdown 15,22%
  4. El Camino 14,01% Keiler 14,01%
  5. Bulletride 13,04%

Jury:
  1. Bulletride 26,00%
  2. Anthemdown 17,01%
  3. Keiler 15,87%
  4. Fenster auf Kipp 13,94%
  5. El Camino 13,82%
  6. Toni Trash 13,36%

Gesamt:
  1. Fenster auf Kipp 20,01%
  2. Bulletride 19,52%
  3. Anthemdown 16,11%
  4. Toni Trash 15,50%
  5. Keiler 14,94%
  6. El Camino 13,91%