Goon
Es ist schon einige Jahre her, daß ich das letzte Mal auf dem Fairytale Festival war. Es waren immer andere Konzerte, bzw. Festivals, u. a. das High Flames Festival, die ich besucht habe.
Dieses Jahr hat mich aber sofort die Bestätigung von Slope eingefangen. Fjørt waren dann noch das Sahnehäubchen oben drauf. Die Bandauswahl war sehr ansprechend. Leider war es für Juni recht kühl abends, aber Fjørt haben die Kältegefühle sofort weggefegt.
Aber hier eine kurze Zusammenfassung von Beginn an:
Goon, die Gewinner des Bandcontests Rock in der Region 2025, eröffneten das Fairytale Festival. Ich habe die Band aus Melle schon etliche Male gesehen. Ihr Stoner Rock geht immer gut rein und daher war ich auch so früh in die Stadt gefahren, um sie zu sehen.
Die Band Rauchen hat nicht nur einen merkwürdigen Namen, die Stimme der Sängerin beim Soundcheck implizierte auch eine heftige Darmverstimmung. Die ersten zwei, drei Lieder benötigte die Band wohl noch zum Warmwerden, aber dann waren sie erstaunlich gut unterwegs. Das war schon eine ziemlich Überraschung, nachdem sie etwas lau begonnen hatten. Die Band Pogendroblem kannte ich vom Namen her, hatte sie aber bisher nie live gesehen. Die teils recht androgyn gekleideten Musiker lieferten ordentlichen Punk Rock und der Frontsänger blieb immer agil. Ein Freund machte mich darauf aufmerksam, dass diese Wortverdrehung im Bandnamen sogar eine eigene Bezeichnung hat, nämlich Spoonerismus. Ob ich mir das merken kann, weiß ich nicht, aber die Band bleibt in Erinnerung.
Die darauf folgende Band Remote Bondage, schlug sowohl optisch als auch musikalisch etwas aus der Reihe. Mit viel Pop und und einer gehörigen Portion Spritzigkeit waren die Damen bunte Farbflecken in dem von Punk Rock und Hardcore dominierten Billing. Für die hübschen Kleider hätte die Sonne in Osnabrück durchaus etwas mehr durch die Wolken brechen dürfen, aber die Band erzeugte auch ohne dem sehr viel Aufmerksamkeit.
Auf Slope hatte ich mich am meisten gefreut und sie erfüllten auch voll meine Erwartungen. Inzwischen wurde es aber leider auch sehr kalt für Juniverhältnisse. Natürlich habe ich noch bis Fjørt durchgehalten. Mit dieser Band verging die Zeit wie im Flug. Der Sound war glasklar und die Kombination aus Musik und verständlichem deutschsprachigen Text machte den Auftritt zu etwas Besonderem.
Das war ein gelungenes Fairytale Festival.

